Ich sehe, was ich weiß.
Fotografie Bernd Perlbach
Führungen zur gleichnamigen Ausstellung
des Kulturvereins Seeweg Gut Wittmoldt e.V.
Es wurden 12 Führungen angeboten
- in 2025: 09.06., 22.06., 06.07., 31.07., 17.08., 28.09., 09.10., 19.10., 13.12.
- in 2026: 18.01., 01.02., 01.03.
Presseberichte PDF-Datei 10 MB
Thema der Führungen
Die Ausstellung zeigte in großformatigen, farbintensiven Bildern winzig kleine Kristallwelten im polarisierten Licht, angefertigt in einem speziellen fotografischen Aufnahmeverfahren, durch das die ursprünglich 1 bis 5 Millimeter großen Objektausschnitte auf Meterformate gebracht werden.
Diesen Prozess der Bildwerdung versuchte ich auf meinen Führungen erlebbar zu machen. Dazu hatte ich in den Ausstellungsräumen von Gut Wittmoldt einen makrofotografischen Aufbau bereitgestellt, mit dem ich kristalline Präparate, eingefangen mit einer hochauflösenden Digitalkamera und Lupenobjektiven, auf einem Monitor darstellte. Ich erläuterte das physikalische Prinzip und die praktisch-technischen Grundlagen. Darüber hinaus gab ich Einblick in meine spannenden gestalterischen Bildstrategien, die zu Bildresultaten führen, die wie Malerei anmuten.
Allerdings bestehen grundsätzliche Unterschiede zwischen Malerei und Fotografie. Malerei folgt einer sukzessiv-kompositorischen Bildwerdung, d.h. dem Zusammenfügen von Bildelementen in zeitlich aufeinanderfolgen Arbeitsschritten. Die Fotografie hingegen geschieht nach dem Prinzip der (simultanen) Exposition: Alles, was sich im Blickwinkel des Objektivs befindet, wird im Moment der Belichtung auf dem Bildträger registriert. Hieraus ergeben sich grundlegende Erkenntnis- und Erlebnisunterschiede.
Des Weiteren ging ich darauf ein, wie meine Fotografie, trotz ihres naturalistisch detailtreuen Charakters, ästhetisch über das bloße „verdoppelnde“ Abbilden von realen Dingen hinausgeht und impressionistische sowie expressionistische Interpretationen des Gegenständlichen leisten kann.
Vielen herzlichen Dank für die zahlreichen Besuche, das entgegen gebrachte Interesse und die Begeisterung!
Bernd Perlbach


